Beschreibung
Die Ausstellung "Les puits disparus" (Die verschwundenen Schächte) lädt Sie ein, das elsässische Kalibecken durch den Blick des Fotografen Thomas Ermel auf andere Weise wiederzuentdecken.
Seine Schwarz-Weiß- und Silberfotografien zeigen Orte, an denen die alten Minenschächte völlig aus der Landschaft verschwunden sind. Diese Orte, die heute in Parkplätze, landwirtschaftliche Felder oder Alltagsräume umgewandelt wurden, tragen noch immer die diskreten Spuren einer tief in der Region verankerten Industriegeschichte. Dort, wo sich einst die Fördertürme, die emblematischen Symbole des Bergbaus, erhoben, fängt der Künstler eine Abwesenheit ein, die fast unsichtbar geworden ist.
Die zeitgenössischen Aufnahmen treten in einen Dialog mit Fotografien aus den Sammlungen des Musée de la Mine et de la Potasse, die in den 1950er und 1960er Jahren aufgenommen wurden, als die elsässischen Kalibergwerke den Rhythmus des Lebens einer ganzen Region bestimmten. Diese Gegenüberstellung von Vergangenheit und Gegenwart bietet ein sensibles Eintauchen in die Entwicklung der Landschaften und in das kollektive Gedächtnis des Kalibeckens.
Durch diese Ausstellung taucht die gesamte menschliche und industrielle Geschichte einer Region wieder auf. Ein bewegender Rundgang, der dazu einlädt, vertraute Orte mit anderen Augen zu sehen und die Spuren zu ermessen, die Generationen von Bergleuten und Einwohnern hinterlassen haben.
Die Ausstellung, die im Rahmen des Bicentenaire de la Photographie (Zweihundertjahrfeier der Fotografie) präsentiert wird, erinnert auch an die Macht der Fotografie als Zeitzeugnis zwischen Erinnerung, Kulturerbe und künstlerischem Schaffen.
Erwachsene: 6 € / Kinder (4 bis 17 Jahre): 4 € / Familie (4 Personen, darunter 2 Erwachsene): 15 € / Kostenlos für Kinder unter 4 Jahren.





