Beschreibung
Als Bildhauerin der Materie und Bezwingerin des Windes lässt Phia Ménard hier Objekte durch die Wirkung von Ventilatoren schweben, die Plastikpuppen Leben einhauchen. Im Verlauf eines atemberaubenden Balletts nehmen uns diese Kreaturen mit auf eine Reise von der Dunkelheit ins Licht.
Die Handlung beginnt bei Einbruch der Nacht, „in der Dämmerung“, wenn unser Blick verschwimmt. Über der kreisförmigen Bühne bilden fliegende Objekte, anthropomorphe Marionetten oder sich aufblasende Landschaften aller Größen und Volumen ein poetisches und leichtes Ballett, das vom Unsichtbaren, vom Wind und von der Musik gelenkt wird. Phia Ménard schrieb „Nocturne (Parade)“, während sie ihren Vater bis zu seinem letzten Atemzug begleitete. Diese Hommage an einen verstorbenen geliebten Menschen ist zugleich geprägt von Camille Saint-Saëns’ „Danse macabre“, der Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“ von Gioachino Rossini und der Arie „Der Hölle Rache“ (die Königin der Nacht in Mozarts „Die Zauberflöte“). Auf der Bühne sind Leben und Tod präsent, verkörpert als untrennbare Gegner in ständiger Bewegung. So schweifen die Gedanken frei umher, Emotionen kommen zum Vorschein, und jeder und jede lässt sich von den Geschichten mitreißen, die diese Parade uns nahebringt.
Ab 8 Jahren.
Von 6 bis 12 €





