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Historische Bauten

EHEMALIGES RATHAUS

Im Jahre 1552 wurde dieser «wunderschöne und ganz mit Gold verzierte Palast» (Montaigne) gebaut und ist ein Kunstwerk der rheinländischen Renaissance. Es symbolisiert den Freiheitswunsch der kleinen Republik. Die Fresken veranschaulichen die von der reformierten Religion verteidigten Tugenden und die (Stadtsymbole) der Schweizer Länder, mit denen Mulhouse verbunden war. Auf dem rechten (Turm) hängt der «Klapperstein», der Stein der Schwätzer, den die unwohlwollenden Personen verurteilt waren, zu tragen.

 

EVANGELISCHE KIRCHE SAINT ETIENNE

Diese Kirche wurde zwischen 1858 und 1868 auf dem (ehemaligen) Platz einer Kirche aus dem XII. Jahrhundert errichtet. Die Pläne hat J.B. Schacre in einem neo-gotischen Stil entworfen , der damals sehr beliebt war. Die wunderschönen Kirchenfenster, die sich in jener älteren Kirche befanden, sind bis heute erhalten geblieben. Es sind die schönsten Kirchenfenster der ganzen Gegend.

 

HAUS MIEG

Im Jahre 1418 ist bereits von dem Haus  die Rede . Um 1460 wird es zum Hotel «Sonne» umgebaut. Das Haus blieb bis 1535 ein Gasthaus. Im Jahre 1560 bekam es sein jetziges Aussehen. Von 1679 bis 1840 ist das Haus im Besitz der Familie Mieg, was auch seinen Namen erklärt. Sein berühmtester Bewohner bleibt Mathieu Mieg, auch als «Zeitungsredakteur» bekannt sowie durch sein Interesse am Bestehen der Stadt-Republik, seine Geschichtswerke und sein Zeichentalent.

 

PHARMACIE AU LYS

Die Besitzer dieses Hauses sind seit 1464 bekannt. Im Jahr der Pest 1643 mitten im dreissigjährigen Krieg, wurde das Haus von Grund auf umgebaut. Deswegen steht auf der Eingangstür an der rue des Bouchers eine Inschrift mit jenem Datum. Etwas später, im Jahre 1649, wird das Haus von Jean-Henri Engelmann gekauft, der dort sein Apothekergeschäft einrichtete. Seit diesem Tag befindet sich im Haus eine Apotheke. Die Decke des Geschäfts ist mit Bildern aus dem XVII. Jahrhundert verziert.

 

 

VILLA STEINBACH

Ursprünglich war das Haus von dem deutschen Ritterorden bewohnt. Er verfügte dort über ein grosses Stück Land, eine Kapelle und andere Gebäude. Die Grundfläche auf der das Haus gebaut wurde wurde 1780 dem Fabrikdirektor Vetter überlassen, der es darauf hin in ein privates Hotel umbauen liess. Das Hotel wurde 1788 fertig gestellt und dient heutzutage als Kunstmuseum (Musée des Beaux Arts). Das Haus, das im XIX. Jahrhundert von Georges Steinbach gekauft wurde, wurde zu dieser Zeit vergrössert. Vom XVII. bis Anfang des XIX. Jahrhundert war es eines der schönsten Häuser der Stadt. 

 

DIE SANKT JOHANNES KAPELLE

Der Johanniterorden oder Malteserorden hatte den grössten Einfluss in Mulhouse. Seine Gründung in der Stadt geht auf das XIII. Jahrhundert zurück. Die Kapelle aus dem XIII. Jahrhundert wurde im XIV. und XV. Jahrhundert umgebaut. Der Friedhof der Commanderie umgibt das Gebäude. Nach der Reformation verliessen die Ritter die Stadt. Die Kapelle wurde 1798 als Stadtgut verkauft und zur Brauerei umgebaut bevor sie zur Pferdeschmiede und schliesslich zum Lager wurde. 1893 wird es zum historischen Gebäude erklärt und restauriert.

 

DAS HAUS LOEWENFELS

Dieses Privathotel gilt als als schönstes Gebäude des XVIII. Jahrhunderts in Mulhouse. Es wurde in den Jahren 1764-1770 gebaut. Das Haus kommt 1788 in die Hände der Familie Schlumberger, bevor es Besitztum eines Brauers und schliesslich der Vereinigung Sankt-Marie wird. Das Haus zeigt eine besondere Bauqualität. Das verwendete Baumaterial wurde aus relativ weit entfernten Steinbrüchen geholt, wasdie Kosten der Bauarbeit rechtfertigtt. Die geschnitzten Elemente im Rocaille-Stil sind zahlreich und gut erhalten.

 

DER EUROPATURM

In den Jahren 1960-70 wurde die ganze Umgebung des Stadttores "Junge Tür" umgewandelt, um ein neues und praktischeres Stadtzentrum zu gestalten. Zu diesem Zweck wurde der Europaplatz erschaffen, er trägt die Farben der europäischen Städte. Der Platz wird vom Europaturm dominiert, welcher von dem aus Mulhouse stammenden Architekten François Spoerry konzipiert und 1972 offiziell ausgeführt wurde. Der drei Seiten des Turmes bedeuten die drei Ländergrenzen : Frankreich, Deutschland und die Schweiz.

 

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